Bonsai - Die Grundformen

  Streng aufrechte Form (CHOKKAN)
Die Majestät

An einem senkrechten, sehr kräftigen Stamm wachsen die Äste in Pyramidenform gleichmäßig nach allen Richtungen, außer nach vorn.


  Frei aufrechte Form (MOYOGI)
Der fröhliche Lebenskünstler

Der Stamm dreht sich in vollen Windungen, die zur Spitze hin kleiner werden. Der unterste Ast ist stark ausgeprägt und zweigt nach etwa einem Drittel der Gesamthöhe ab. Der Gipfel befindet sich in etwa über dem Stammansatz.


  Geneigter Stamm (SHAKAN)
Ich stürze noch lange nicht

Der untere Teil des Stammes ist geneigt, der Wipfel strebt senkrecht nach oben. Damit symbolisiert diese Form zähen Überlebenswillen und kraftvolles Überwinden widriger Verhältnisse.


  Halbkaskade (HAN-KENGAI)
Am steilen Felshang bin ich zu Hause

Vorbild dieser Form sind auf Felsvorsprüngen wachsende Bäume, die sich trotz ungünstigster Bodenverhältnisse am Leben erhalten.


  Kaskaden- oder Hängeform (KENGAI)
Eine Felsspalte genügt zum Überleben

Diese Stilform wirkt durchaus abenteuerlich und stellt den Eindruck einer beinahe herabstürzenden, sich nur mit wenigen Wurzeln im Fels festklammernden Pflanze dar.


  Besenform (HOKIDACHI)
Vollendete Harmonie in milder Luft

An einem aufrechten Stamm bilden die Zweige eine Fächerform.


  Windgepeitschte Form (FUKINAGASHI)

Der Baum erscheint, als würde er von einem kräftigen Sturm in eine Richtung geweht.


  Literatenform (BUNJINGI)
Tanz der Geisha im Frühlingswind

Diese Form wirkt sehr schlank und zart; die Äste und die Baumkrone wirken magerer und nicht so füllig wie in den anderen Formen.


  Felsenform (ISHITSUKI)

Die Wurzeln des Baumes verlaufen deutlich sichtbar einen Felsen entlang nach unten in den Erdboden.


Bonsai - Die Geschichte