Iaido - Allgemeines
Ich habe vor kurzem einen Brief von Esaka Sensei im Netz gefunden, der sich an all jene richtet,
die sich für Iaido interessieren. Diesen Brief möchte ich euch natürlich nicht
vorenthalten.
Esaka Sensei ist der höchste, lebende Danträger des Iaido weltweit.
Letter to new Iaidoka
"This ancient art was created by masters and students who risked their lives for it. It has been passed down for hundreds of years. I think it is one part of Japanese culture we can share with pride and hand down to future generations the world over.
It is a martial art but at the same time it has our traditional elegance and generosity. It is the warrior art most closely tied to Japan’s unique view of life and death. I want to reveal it to people in other countries to help deepen their understanding of all Japanese culture, and especially Budo.
Everyone knows that our practice begins and ends with a bow. The bow reveals the heart of a deep respect for others. Courtesy is an outward sign of this respect. I feel that if the spirit of the bow were properly understood, the central theme of Budo, the spirit of harmony, would help to bring peace to human society. This is why I wish to share Iai-Do with the world."
Esaka Sensei 10th Dan Hanshi
Der Begriff Iaido:
| Der Begriff Iaido besteht aus 3 Silben: | ||
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Iru bedeutet "sich befinden" oder "existieren". | |
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Ai bedeutet "eins sein" oder "Harmonie". | |
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Do bedeutet "Weg", damit ist der Weg des Budo gemeint. | |
| Zusammen gelesen ergibt das den Begriff Iaido. | ||
Iaido keine Kampfkunst gegen einen realen Gegner, wie zum Beispiel das Kendo, sondern man übt sich in sogenannten Katas (jap. Bewegung) gegen einen imaginären Gegner. Der einzige wirkliche Gegner ist man selbst und seine eigene Unzulänglichkeit.
Die Geschichte des Iaido:
Nach allgemeiner Auffassung gilt der berühmte Samurai Hayashizaki Jinsuke Shigenobu
(ca. 1549 bis 1621) als Begründer des heutigen Iaido. Einer Legende zufolge soll sich ihm
während einer seiner Meditationen die Natur des Schwertkampfes eröffnet haben. Noch
heute gibt es Stile, die ihre Ursprünge auf Hayashizaki Jinsuke Shigenobu
zurückführen, unter anderem die Muso Jikiden Eishin Ryu und die Muso Shinden Ryu.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbot Kaiser Meiji das öffentliche Tragen von Schwertern.
Danach kam die Entwicklung und Ausübung der Schwertpraktiken fast vollständig zum
Erliegen. Es ist Nakayama Hakudo Hanshi (1869 bis 1958) zu verdanken, dass es zu einem
Wiederaufleben der traditionellen Schwertkunst kam. Er führte mehrere historische Schulen
unter dem Namen Muso Shinden Ryu (Traum-Geist-Überlieferung-Schule) zusammen und regelte
sie teilweise neu.
1932 taucht dann zum ersten Mal der Begriff Iaido als Bezeichnung für die Schwertkunst auf,
die bislang unter einer Vielzahl anderer Namen bekannt war. 1968 wurde eine für alle
Übenden einheitliche Grundschule (Seitei-Iai) geschaffen, die heute aus 12 Katas besteht.
Das Seitei-Iai enthält Techniken vieler historischer Schwertkampfstile und dient weltweit als
Vergleichsbasis bei Prüfungen und Wettkämpfen.
Das Iaido-Training:
Das Iaido-Training findet meistens in einem Dôjô oder einem geschlossenen Raum statt. Anfänger trainieren mit einem Bokken (Holzschwert), wobei ich das Glück hatte das mein Sensei mir sein 2. Iaito zur Verfügung gestellt hat. Wenn man sich entschieden hat Iaido weiter zu machen, kommt man nicht drumherum sich die richtige Ausrüstung zuzulegen, die aus folgenden Teilen besteht:
- Hakama (Hosenrock)
- Gi (Oberteil)
- Obi (Gürtel)
- Iaito (Schwert)
- Bokken (Holzschwert)
Damit man eine ngefähre Vorstellung bekommt, wie die einzelnen Teile aussehen, habe ich hier noch eine kleine Bildergalerie angefügt.


Die Farben der Kleidung sind meistens in dunklen Tönen gehalten, meine Kleidung ist komplett schwarz. Das Iaito ist ein Übungsschwert, meistens aus einer Aluminiummischung, seltener auch aus Stahl, das in Abmessungen, Gewicht und vor allem der Balance einem Shinken (lebendem Schwert) entspricht, aber nicht (!) geschliffen ist. Ab dem 6. Dan ist es Pflicht Prüfungen mit einem Shinken, einem "lebenden", also scharfen Schwert, abzulegen.




