Gedichte
Die folgenden Gedichte stammen alle aus meiner Feder und sind entsprechend auch mein geistiges Eigentum. Sollte Dir ein Gedicht so gut gefallen das Du es in irgendeiner Form drucken oder benutzen möchtest, so bitte ich Dich mich vorher per E-Mail zu fragen und auf jeden Fall die Quelle (also meine Seite) anzugeben.| Für Duloth Wie ein Mahnmal der Gewalt steht er da, der Daemon des Verderbens. Die ledrigen Schwingen vor der Brust verschraenkt trotzt er dem gewaltigen Sturm. Blitze schlagen neben ihm ein, Hagel prallt von seinen Schuppen ab der staendige Regen fliesst in Stroemen an ihm herab. Unbeirrt steht er da. Eine halbe Ewigkeit. Dann reisst die Wolkendecke auf Lichtstrahlen brechen sich in den letzten Regentropfen Die Voegel fangen an zu zwitschern. Mit einem lauten Bruellen erwacht der Daemon aus seiner Starre oeffnet seine Schwingen und schlaegt mit ihnen das Wasser zu vertreiben. Dann blickt er auf das sanfte Leuchten in seinen Armen. Ein zarter Engel laechelt ihn an: keine Feder gekruemmt voellig unbeschadet von dem Sturm. Langsam schwebt er zu Boden und nimmt den Daemon bei der Pranke. Gemeinsam verschwinden sie in der Weite des Horizonts... Christian |
| Für einen unbekannten Engel Im tiefsten Dunkel ein schwaches Licht, ein Lachen leicht und unbeschwert: Es zeigt den Weg des leichten Seins, den Weg aus aus dem Molloch, aus dem Frust, aus dem Schmerz. Den Weg hinein in die Normalität. Es ist ein Lotse, ein Hirte, ein Retter! Danke du unbekanntes Wesen! Christian |
| Metabolismus vertrautes summen der maschine, das unbestimmte flackern ihres auges, lichtblitze im zimmer, die einzige verbindung zur aussenwelt, die einzige verbindung zu ihr, aus bits und bytes, werden worte gedanken gefühle, verschmelzung des seins mit dem datenstrom, der gedankenriese ist kalt ohne herz, doch stromimpulse werden umgewandelt, aus elektronik wird organisches, metabolismus siegt über leiterbahnen. Christian |
| Der Alptraum wird Realität erschüttertes schweigen überschattet die welt der alptraum ist bittere realität geworden terror regiert unsere friedliche welt der tod ist in unsere wohnzimer eingedrungen voller unglauben verfolgt die welt die bilder bilder die sich nichteinmal hollywood erdacht hat voller trauer vernehmen wir die schreckensnachrichten von zehntausenden von opfern von tausenden von toten das fernsehen wird stillgelegt, berichte rund um die uhr keiner kann dem horror entgehen, keiner kann ihn begreifen langsam wird einem bewusst welches unglück geschehen ist ein fanatiker hat der demokratischen welt den krieg erklärt jeder fragt sich was die zukunft bringen wird: wieder eine ära des krieges? terror der mit terror bekämpft wird? eine blutige schlacht verschiedener weltanschauungen? was uns bleibt ist die hoffnung das so etwas nie bei uns passiert die trauer um die vielen menschen die so weit opfer wurden und uns dennoch so nah sind durch das leid das wir alle gesehen haben und der unsichere blick auf das was uns noch bevorstehen mag... Christian |
| Regentropfen Still starr ich aus dem Fenster. Beobachte den Regen wie er auf die Scheibe trifft. Mit den Gedanken bin ich weit weit weg. Bei einer Person die ich liebe. Die aber weit weg ist von mir. Unwillkürlich muss die Regentropfen beobachten. Verfolge ihr kurzes Leben. Sie fallen aus den Wolken, beginnen einen Sturzflug in ihren Untergang bis sie schliesslich auf der Scheibe vor meinen Augen zerplatzen. Doch so kurz ihr Leben auch ist, sie haben mir eines voraus. In ihrem Leben sind sie nie allein.... Christian |
| Seifenblase Wie eine schillernde Seifenblase, die Gefühle, die Stimmung, das Sein. Wie ein zarter Traum, den man nicht zu träumen wagt. Zu filigran, zu zerbrechlich, um ihn zu berühren... Zu schön, um ihn nicht zu leben. Doch jeden Augenblick die Gefahr, die Gefahr das die Hülle platzt, und das Schimmern sich in feinen Nebel wandelt, der wie Tränen zu Boden fällt... Christian |
| Keine Zukunft Das Leben geopfert, die Zukunft aufgebaut auf Liebe, Vertrauen und Ehrlichkeit. Ausgenutzt vom Liebsten was man besass belogen, betrogen, hintergangen. Freundschaft sollte es einmal werden, doch wie soll das geschehn wenn Lüge auf Lüge auf Lüge folgt? Des Glaubens an die Ehrlichkeit beraubt, bleibt anstatt Liebe und Zuneigung nur noch Schmerz, Wut und Hass. Niemals gedacht, wieder so zu empfinden. Hass die reinste Zerstörung, die reinste Vernichtung das stärkste nach der Liebe. Oh wie bist du mir Nahe, so Nahe du ungeliebte Pein. Christian |
| Winternacht Eine kalte Winternacht der Frost zieht durch die Straßen. Vereinzelt leuchten Fenster von Häusern wie Augen in die Nacht. Zwei fremde Seelen, sich völlig unbekannt und doch auf seltsame Art verbunden treiben in der Dunkelheit. Treffen sich, umkreisen sich tasten sich ab mit seidenen Tentakeln. Federleichte Berührung der Geister offenbart ungeahnte Gemeinsamkeiten. Der kalte Winter wärmer durch diese Begegnung. Die finstere Nacht, heller durch das Treffen. Christian |

