Geschichten

Die folgenden Geschichten sind allesamt von mir geschrieben und sind dementsprechend auch mein geistiges Eigentum. Sollte Dir eine Geschichte so gut gefallen das Du es in irgendeiner Form drucken oder verwenden möchtest, so bitte ich Dich mich vorher per E-Mail zu fragen und auf jeden Fall die Quelle der Geschichte (also meine Seite) anzugeben.


Mondschein im Wald

Die Bäume rascheln leise im Wind. Ab und zu verdecken die Wolken den hellen Vollmond. Das Gurren der Eulen und sein stossweiser Atem sind die einzigen Geräusche in dieser Nacht. Unsicher hetzt er über den Waldweg. Nur schnell raus aus diesem verwunschenen Wald. Schreckliche Dinge erzählt man sich. Von lebenden Toten, von gefährlichen Monstren und von grausigen Ritualen. Gehetzt blickt er immer wieder in die Umgebung versucht eine Gefahr im Unterholz zu erkennen. Plötzlich bleibt er stehen. Lauscht. Keine Geräusche, nur das Pochen seines Herzens. Langsam will er weitergehen, da fällt es ihm auf: Der Wald ist zu ruhig. Selbst die Luft steht still. Unsicher greift er nach seinem Schwert. Kaum hat er den Griff in der Hand, verdecken Wolken den Mond und ein seltsames Zwielicht macht sich im Wald breit. Hastig zieht er seine Klinge. Zu spät. Bevor er auch nur einen Schritt gemacht hat sirren zwei kleine Bolzen aus der Dunkelheit. Müdigkeit macht sich in seinem Körper breit. Sind es Halluzinationen? Die Schatten bewegen sich. Sie leben! Kraftlos sackt er in sich zusammen und fällt auf den Weg. Das Letzte was er in seinem Leben hört sind die Worte: "Whol Llolth!". Das Letzte was er spürt ist ein scharfes Messer, dass seinen Hals durchtrennt und die Kälte, als sein Blut aus seinem Körper fliesst.

Christian


Realm of Darkness

Das Konzert des Schreie wird lauter als ich durch das Tor trete. Liebliche Dunkelheit umfängt mich, umarmt mich, spendet mir Geborgenheit. Die Luft erfüllt von dem Eisengeruch geronnenen Blutes. Bei jedem Schritt knirschen die zersplitterten Knochen der Gefallenen. Überall blinken Rüstungen, stecken Schwerter in der zernarbten Haut Mutter Gaias, wehen zerfetzte Banner im eisigen Wind. Der Platz der immer wiederkehrenden Schlacht zwischen Licht und Dunkel. Totenschädel stieren mir entgegen, scheinen den Tot zu verhöhnen durch ihr ewiges Grinsen. Immer weiter trägt mich mein Schritt. Dutzende von Stadien muss ich durch die blutgetränkte Erde stapfen. Immer näher kommt das Lager des Lichtes. Leise dringt das bekannte Klappern der Knochen an mein Ohr. Mit jedem Schritt den ich gehe, mit jedem Krieger den das Licht verliert, wird das Heer der Dunkelheit grösser. Fast habe ich das Lager erreicht als der General des Heeres aus dem Zelt tritt. Das Leuchten seiner Rüstung nimmt mir kurz die Sicht. Mit fassungslosem Blick schaut er auf das untote Heer das vor seinen Augen wogt. Da trete ich aus dem schwarzen Nebel und schaue ihn an. Mein gezacktes Schwert leuchtet in seiner schwarzen Aura. Die Zeit des letzten Kampfes ist gekommen. Auch der Genaral packt sein Schwert und stürzt sich auf mich. Funken Sprühen. Die Schwerter klirren. Doch kein Laut kommt von meinen Lippen. Keine Schmerzen machen sich in mir breit, als sein Schwert meinen Bacuh aufschneidet. Kein Blut dringt aus meinem toten Körper. Um uns herum wogt die Schlacht. Ein Spiegelbild unseres Kampfes. Doch so wie auch ich keinen Schmerz empfinde, so kämpfen meine Krieger ohne Furcht, ohne Schmerz, ohne Stimme. Der stille Tot amcht die Krieger des Lichtes nieder. Einzig meine Niederlage kann noch den Verlust der Schlacht herbeiführen. Doch dazu werde ich keine Gelegenheit bieten. Wieder richte ich meinen Blick auf meinen Gegner, sehe wie er schwitzt, wie er keucht, wie er aus kleinen Schnitten blutet. Kalt lächle ich ob dieser Schwäche, die ich seit Äonen nicht mehr besitze. Kalt ramme ich ihm mein Schwert durch die Rüstung in sein Herz. Beobachte wie aus seinen Augen das Leben weicht. Spüre wie mein Schwert auch seine Seele trinkt. Sechzuachan, Seelentrinker wird es genannt und nur mit Furcht sprechen die Lebenden von ihm. Zu Recht, es raubt ihnen die Seele, das Recht zu den Göttern zu kommen. Ein schallendes Lachen hallt über das Schlachtfeld als ich den Schädel des Generals zwischen meinen Fingern zerbreche. Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Ein Regime der Dunkelheit. Langsam wende ich mich ab. Kehre zurück zu meiner Festung. Trete durch das Tor. Wanke zu meinem Thron aus Blut und Knochen. Verschmelze mit ihm und warte bis meine Zeit wieder gekommen ist...

Christian


Schatten in der Nacht

Blitze zerreissen das Dunkel der Nacht. Kalter Nebel strömt in die Gassen, verhüllt die letzten Lebenszeichen der Stadt. Wie glühende Augen glimmen die erleuchteten Bleiglasfenster der einzelnen Häuser. Der volle Mond taucht alles in ein kaltes, gespenstisches Licht, gibt dem Nebel ein eigenes Leben. Das Flattern von lederartigen Schwingen und das Keifen der Käuzchen sind die einzigen Geräusche dieser kalten Nacht. Wie durchsichtiges Blut rinnt der Nebel an den Fenstern hinunter, zeichnet wirre Muster in sie hinein. Die Tiere haben sich in die warmen Keller verkrochen und selbst die Menschen spüren das diese Nacht keine gewöhnliche Nacht ist.
Nur die Figuren des Zwielicht sehen in dieser Nacht ein gutes Zeichen. Diebe und Halunken streifen durch die Gassen, suchen offene Fenster oder unvorsichtige Angetrunkene um sich an ihnen zu bereichern. Doch sie sind nicht allein. Unbemerkt von den stumpfen Sinnen der Menschen treibt sich noch eine andere Gestalt in den Schatten herum. Ein gefährlicheres Raubtier als alle anderen die die Bürger kennen. Witternd hebt er die Nase in den Nebel, verharrt im Schatten, verschmilzt mit ihm. Zwei Diebe schleichen an der Stelle vorbei und wundern sich über den großen Hund der dort im Schatten sitzt, aber schleichen ohne weitere Gedanken zu verlieren weiter. Wieder hebt er witternd die Nase in die Luft, leckt sich mit seiner Zunge über die Lippen und verschwindet im Nebel.
Endlich haben die Diebe ein Haus gefunden dessen oberes Fenster nicht verschlossen ist. Mißtrauisch schauen sie sich um, aber außer einer dicken Nebelschwade die durch die Gasse wabert sehen sie nichts ungewöhnliches. So steigt der Eine mit Hilfe der Räuberleiter auf den hözernen Vorbau der Tür und klettert auf das Dach zum Giebel des Fensters, während der Andere Wache steht. Vorsichtig schaut er um die Ecken und achtet nicht auf seinen Kumpanen. So sieht er nicht wie sich der Nebel hinter ihm verfestigt und sich eine schwarze Silouette gegen den hellen Mond abzeichnet. Er sieht auch nicht wie er sich umdreht und mit stummen Lippen ein Wort formt: "Vampyr" bevor ihm mit einer schnellen Handbewegung das Genick gebrochen wird. Erst das leise Poltern des Leichnams lässt ihn nach oben blicken, wo er aber nur das leicht offene Fenster und ein leeres Dach sieht. Alles in Ordnung denkt er und beobachtet weiter die Gasse.
Kurze Zeit später spürt er einen kalten Tropfen auf seinen Nacken fallen. "Nicht auch noch Regen" denkt er und als auch noch ein zweiter und dritter Tropfen auftreffen, fährt er sich mit der Hand in den Nacken um ihn trocken zu wischen. Als er sie wieder nach vorne holt ist sie rot von Blut. Erschrocken bis ins Mark schaut er ruckartig nach oben, nur um zu sehen wie eine schwarze Gestalt vom Dach fällt und sich vor ihm aufrichtet. Schneller als er denken kann steht die Gestalt vor ihm, bricht seine Wirbelsäule mit übermenschlicher Kraft und versenkt lange Fänge in seinem Hals. "Vampyr" ist der letzte Gedanke, bevor die Wärme aus seinem Körper flieht und die Welt um ihn herum in Schwärze versinkt.
Ein hoher, unmenschlicher Schrei dringt kurz darauf durch die Gassen und durch Mark und Bein der Menschen die sich nur noch mehr hinter ihre Bibeln und Kreuze verstecken.
Die Zeit des Vampyrs hat wieder begonnen, die Schöpfung hat eine neue Krone, der Anfang vom Ende.


Christian


RP Hintergrund

Once there was a time, when the elves of Ab'Dendriel have known a horror bigger than the orcs besieging there city or deamons luring in the deep of the earth. A time when brother fought brother and sister fought sister. A time when parents left there children and the elders of the elves had not to fear the horrors from the outside but the horror from within. It was the darkest chapter in elven history ever known...

War raged over Tibia, the elves and the dwarves the only races powerful enough to withstand the fighting of the undead hordes of Urgith and the earth worms of Toth. But the war had cost a immense price in resources and lives. The elven community was shaken deep in their roots. And from deep within a new shadow emerged. Some elves began morning about their losses. They started disbelieving in the goods and some of them even searched for a new goal in life. One elf, a charismatic leader in the corpse war who was forced to witness the slaughtering of his troops with no possibility to help them, questioned the whole genesis of the tibian races. For this blasphemy he got arrested in his quarters and had to await the judge of the elders...

It was a ghostly night. The storms raged through the trees and blowed through the tunnels of the prison. It was cold in the cells. I shrugged myself in the two covers that where lying in the corners and sat down on the moisty hay. "Stupid elders. They cannot see what they brought upon us" i mumbled and spat on the floor. Desperation fulfilled me. I knew the sentence the elders would speak: Banishment. But as i thought about it, it didn't matter. My place wasn't here any longer. A evil grin broadend my face: "Should they ban me if they want" i thought "but they never will take away my memories". Thoughts of the last battle came to my mind.

Undead everywhere. They had surrounded the last of my elven brethren. With our last force we were able to keep them from entering this part of the woods and thus conquering the entrance to the outpost where our innocent children and wives feared the result of our desperate fight. But for every soldier of my unit who died, a new undead stood up and fought against us. With every dead uf us the undead hordes grew in strength. Even the farmers had taken up their weapons to help us. But it was a fight without a chance. One for one they died and although we had called for the magi, none came to help us.
When only ten of my comrades and myself stood against the whole army the magi came and with their help we were able to drive them away. The battle was over. Everywhere the empty armors of my sisters and brethren. Tears came to my eyes. Tears for the dead.
Tears of sorrow.
Tears of rage!

With this memories i fell asleep...


Christian